Dienstag, September 06, 2005

Diner des cons nach dem Basler Stadtlauf!!



Nun ist's wieder mal soweit: Unser Dîner des cons findet heuer wieder anlässlich des Basler Stadtlaufs am 26. November im Schloss Reichenstein statt, wo einem wieder einmal der wirkliche Sinn des Sporttreibens vor Augen geführt wird. Denn an besagtem Tag, treffen sich les hommes um 10 Uhr, um le Menu zu besprechen und anschliessend die feinen Zutaten einzukaufen (vielleicht in der Migros, vielleicht aber auch bei Nicolic im Parterre und nicht im ersten Stock!).
Dann wird in der Küche gewirkt, denn das Mise en place will gut vorbereitet sein... Um danach mit Vollgas den Stadtlauf zu absolvieren, wieder eine Bestzeit versteht sich.
Und dann: Kochen und Schlemmen und gute Weine schlürfen, das nenn ich doch Lebensqualität...
Freue mich jetzt schon auf Euch geladenen Rönners und Essers Barbra, Claudia, Susanne, Stéphane und Thomas. Und vergesst bis dahin die Trainingseinheiten nicht...

Sonntag, September 04, 2005

Ach ja, da war doch noch was...


Wusstest du eigentlich, was unter Läuferkreisen wirklich absolut idiotisch ist? Genau: Einen Marathon zu laufen, ohne sich darauf vorzubereiten. Und noch idiotischer und jedem Läufer eingehend bekannt: Am Wettkampf ernährungstechnisch keine neuen Dinge ausprobieren, die sich nicht im Training bei zig Tests bewährt haben! Und was lehrt ein erfahrener Läufer daraus: Gar nichts, weil er ja ein Läufer, ergo einer, der zu den "Alles Idioten" gehört und solche Dinge halt wieder vergisst oder vergessen will. Und deshalb habe ich mich am Freitagmorgen mit einem schweren Kopf vom vorabendlichen Alkoholkonsum bei der Lektüre der BaZ-Marathon-Beilage doch noch entschieden, am Samstag mitzulaufen... und während dem Rennen bei km 38 dann noch ein supersüsses und kalorienreiche Sponsor-(Turbo) Tübli hinuntergeschluckt ohne danach Wasser zu trinken.
Ins Ziel bin ich gekommen und mein Mageninhalt hat's dann gleich noch ein paar Meter weiter auf eine Verkehrsinsel geschafft.
Aber eben, selber schuld...
Aber der Marathon selbst war wunderschön, da sollte man sich doch gleich fürs nächste Jahr anmelden; dann ist er auch im September, was von der Temperatur her sicher nicht so schlecht ist. Hier ein paar Eindrücke...

Eine kleine Erfrischung gefällig


Unten: ich und Dani Wampfler bei km 26


Und noch weiter unten: Und noch ein Bierchen in der Rio Bar


Ein schöner Lauf....

Impressionen aus Roth

Matthias, Dani Wampfler, Fränzi Rombach, Reto Baltermia, Dani Zenklusen (die letzten vier sind vom Veloclub, der sich auf Triathlon spezialisiert hat und ich waren in den vergangenen Monaten nicht ganz untätig und haben uns für den Quelle Challenge in Roth frisch gemacht. Ganz nach dem Motto "alles Idioten" haben wir uns stundenlang im Becken, zuerst auf dem Hometrainer und dann auf der Strasse mit dem Rennvelo und dann noch bei viel zu hohen Temperaturen mit Longjoggs abgerackert. Aber der Aufwand hat sich für fast alle gelohnt (leider musste Dani Zenklusen während des Velofahrens aufhören)...
Hier ein paar Impressionen des Rennens, das von der Stimmung her praktisch nicht zu überbieten ist. Das können's, die Bayern, pardon: Franken.

so sieht ein Finisher aus...

der während dem Wettkampf alles gegeben hat...

aber vor dem Rennen ...

... ist nach dem Rennen

was natürlich ohne die beste Unterstützung nicht möglich gewesen wäre...


und da freut man sich gegen Ende auch auf das Finisher-Shirt (was bei anderen Veranstaltungen eigentlich nicht unbedingt der Fall ist...

Und sie rennen ja immer noch


Hallo allerseits, ich habe beschlossen, dass die Seite wieder einmal reaktiviert werden sollte. Nicht, dass jetzt dann gleich ein längerer Lauf bevorstünde, nein, nein, aber auch der nächste Marathon kommt bestimmt. Werde künftig also wieder etwas mehr auf dieser Seite berichten z.B. darüber, wie wichtig das Carboloading vor einem Wettkampf ist...
also, bis bald auf dieser Seite.

Dienstag, März 29, 2005

ROM... einfach unvergesslich

ROM, ist nicht nur was für Kommer sondern auch Geher, bzw. Läufer...
die vielleicht schönste Stadt des Universums zu berennen, hat schon ein ganz spezielles Flair...
Und es lief mir wie am Schnürchen...
P.S. Sorry, Matthias, aber von Dir habe ich beim besten Willen kein Bild gefunden, irgendwie bist du auch nicht im System drin... kannst mir die Nummer ja bei Gelegenheit noch mitteilen. Danke.





Dienstag, März 08, 2005

Die Woche vor dem Marathon

Damit am 13. Märzen auch alles glatt läuft, hier noch ein paar Tipps für die Woche vor dem Marathon, damit ihr dann wie der Meldeläufer nur so durch Rom schwebt...


Das Training:

Halte Dich um Gottes Willen zurück und falls vorhanden an Deinen Trainingsplan (okay, das betrifft glaube ich nur mich...). Weniger ist mehr! Du hast nun lange und genug für den Marathon trainiert.

Nütze Deine Zeit für ausgedehnte tägliche Stretchingeinheiten, am besten nach einem warmen Bad.

Die Ernährung:

Carboloading - seit dem letzten (halb-)langen Lauf vom letzten Sonntag, isst Du betont proteinreich und kohlenhydratarm.

Aber ab heute gibt's nur noch kohlenhydratreiche und proteinarme Nahrung. Der Körper hyperkompensiert das Kohlenhydratmanko der vorrausgegangenen Proteintage und "überfüllt" die Kohlenhydrat-Depots (wobei diese Schweden-Diät sehr umstritten ist, halte Dich doch besser einfach an Pasta, Pasta et Basta).

Viel trinken!!! (Auch du, 3-wetter-taft) Nicht nervös werden, eine Körpergewichtszunahme von etwa zwei bis zweieinhalb Kilo ist dabei der Regelfall.

Fülle auch die Elektrolytdepots des Körpers mit geeigneten täglichen Elektrolyt- und Mineraldrinks auf (gilt nicht für Gazelle, gelle...!)

Trinke besonders in den letzten drei Tagen vor dem Wettkampf mindestens drei Liter am Tag. Vermeide Harn treibende, also alkoholhaltige Getränke (am Sonntagabend gibt's Barolo in Hülle und Fülle).

Die Ausrüstung:

Die Laufschuhe sollten zumindest etwa 50 km eingelaufen sein. Überprüfe auch Deine "Wettkampfsocken" auf Faltenbildung, Nähte etc. Wenn sie keine Beschwerden machen, drücke sie in Wasser aus, trocknen sie und legen sie zur Seite. Benutze keine frisch gewaschenen oder neuen Socken!

Teste Deine Wettkampfbekleidung. Lege Dir Bekleidungsalternativen für jedes Wetter zurecht und teste diese auch.

Überprüfe die Batterien Deiner Sportuhr oder Ihres Pulsmessers.

Ganz wichtig: Besorge Vaseline, um potenzielle Scheuerstellen zu schützen und Compeed Blasenpflaster zur Blasenprophylaxe.

Die Körperhygiene:

Schneide Deine Zehennägel mit Feingefühl. Nicht zu kurz und nicht zu lang und feile auch die scharfkantigen Schnittstellen.

Schneide die Achselhaare kurz. Sie können vermischt mit dem Salz im Schweiss die aufgeweichte Haut wund scheuern.

Die Psyche:

Beschäftige Dich mit der Streckenführung des Marathons und schaue diesen Weblog nochmals genau an. Die vorangehende mentale Auseinandersetzung mit der Strecke und den 42,195 Kilometern erspart Dir unangenehme Überraschungen (Streckenprofil).

Innere Uhr:

Stelle diese Woche Deine innere Uhr auf den Ablaufplan des
Wettkampftages um. Stehe zumindest drei Stunden vor dem geplanten Start auf,
Stretche, gewöhne Dich an das Wettkampftag- Frühstück (z. B. Toast ohne Butter mit zerdrückter Banane und Honig).


Gefasst auf jedes Wetter:

Stelle Dich auf jede Witterung ein (in Rom kann es schneien, muss es aber nicht) und denke an den altbekannten Spruch: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unzureichende Vorbereitung und Ausrüstung."

Vermeide langes Sitzen oder Stehen.

Auch der Zeitpunkt für das "große Geschäft" lässt sich innerhalb einer Woche auf den Morgen verlegen.

Montag, Februar 28, 2005

Der ROM-Marathon-Führer

Wie versprochen, handelt es sich beim ROM-Marathon eigentlich um eine etwas anstrengendere Sight-Seeing-Tour ohne "Achtung Buus!!". Hier die Sehenswürdigkeiten, die wir rennend anschauen werden. Die ganz Schnellen können sich ja noch Eintritt lösen und sich das ganze en Detail anschauen. Gell, Susanne...
Also los geht's:

Wenige Meter nach dem Start: Piazza Venezia

Dann vorbei am Circo Massimo

dann bei km 5 geht's weiter zur Sinagoga:

dann vor km 10 beim Petersplatz vorbei

Dann bei km 15 das Foro Italico

Schön ruhig geht's bei km 20 zur Moschea

Im Halbeli sieht man dann vielleicht noch das Auditorium

Und dann ein zwei km nach km 25 vielleicht ein Brünneli beim Piazza Navona

Kurz vor km 30 kommt ein erster Höhepunkt an der Piazza del Popolo...

Danach kommt einem alles etwas spanisch vor an der Piazza di Spagna...

Dann wieder vorbei am Piazza Venezia und bei km 35 sieht man vielleicht Pyramiden... "ey, bin isch eigentlisch in Ägypten oder was, guckst du???"

Dann rennen wir ein Schläufchen bei der Piazza vom heiligen Paul

Wieder vorbei an der komischen Pyramide und dann direkt auf die Schreibmaschine zu

und dahinter kommt die Erlösung... nein, nicht der Papst, aber das Ziel

Dienstag, Februar 01, 2005

Laufen statt Fressen!

Pasta und schwarze Schoggi find' ich gut, aber von nix kommt nix... also nicht nur essen, auch rennen. Auch kurze Läufe unter der Woche bringen was und vergesst nie, wie wunderbar leicht und locker man sich danach fühlt! Und all die schlappen Arbeitskollegen, die ob der super Sportlichkeit vor Neid erblassen und immer wieder angriffige Bemerkungen auf Lager haben. Ist doch schon ein Ansporn, oder?

Aber wie schon oft gesagt, niemand muss müssen! Es gibt auch noch einen Fun-Lauf im schönen Rom, der wohl faszinierendsten Stadt des Universums. Apropos Rom, hier noch der am Sonntagsläufchen erwähnte Buchtipp:

Sehr spannend, wenn irgendwie möglich noch vor Rom lesen, denn im Buch kommen etliche Sehenswürdigkeiten vor, wenn auch ab und zu auf etwas unschöne, ja fast grausame Art. Also eine gute Vorbereitung aufs Rennen, das ja niemals unschön oder grausam sein wird...

Aber tut Euch doch bitte den Gefallen und bewegt Euch mental nicht immer auf so einem low-level, das ist ja kaum zum aushalten! Also: Eins, zwei, drei: Freut Euuch des Leeebens....

Um Euch noch ein wenig zu motivieren, lasst mich noch folgende, kleine Anekdote vor dem Bettgang loswerden:
Jeden Morgen wird in Afrika eine Antilope wach. Sie weiss, sie muss schneller laufen als der schnellste Löwe, oder sie wird getötet. Jeden Morgen wird in Afrika ein Löwe wach und weiss, er muss schneller laufen als die schnellste Antilope, oder er wird verhungern. Es spielt also keine Rolle, ob du ein Löwe oder eine Antilope bist - wenn die Sonne aufgeht, solltest du besser laufen.
In diesem Sinne: "drannebliibe, drannebliibe", Ihr seid die Besten und auch am Sonntag habt ihr mit rund 27 km wieder mal Grossartiges bewiesen. Der Kälte und dem Schweinehund getrotzt und fast ge.... krochen...

loufed Meitschis, loufed

Ud Susanne ou

wie man doch an so einem Powerbar-Züngli zu beissen hat, bei diesen frostigen Temperaturen...

Dienstag, Januar 25, 2005

Warum? Darum!

Hier eine kleine, immer wieder gern gelesene Auflistung der Langstreckenläufer:

Du weisst, du bist ein(e) Langstreckenläufer(in), wenn...
... du jeden Sonntag mindestens zwei Stunden in der Gegend rumrennst egal bei welcher Witterung.
... du auf die Frage nach deinem Alter mit M30 antwortest.
... du deinen nächsten Geburtstag nicht erwarten kannst, weil du dann in die nächste Altersklasse wechselst.
... du deinen 42,195-ten Geburtstag feierst.
... deine Vorstellung von einem tollen Geburtstag darin besteht, dass du mit deinen Freunden die Anzahl deiner Jahre in Kilometern läufst.
... du an Silvester statt zu einer Party zu einem Lauf nach NYC gehst.
... deine Vorstellung eines amüsanten Dates darin besteht, ein gemeinsames 20 Kilometer Lauftraining zu absolvieren.
... du versuchst, Mädchen mit deiner Kilometerzeit zu beeindrucken.
... du zwar die Nummer deines Championchips auswendig weisst, dir aber den Geburtstag deiner Freundin nicht merken kannst.
... dich jemand fragt, wie lange dein heutiges Training sein wird, und du antwortest: Zwei bis drei ............ Stunden!
... dich beim Training jemand überholt und du dir einredest: Der macht wohl nur 10 Kilometer.
... deine Trainings dadurch begrenzt sind, wieviel Zeit du hast, und nicht wie weit du zu laufen im Stande bist.
... dich deine Betreuer anfeuern mit: Du bist auf dem zweiten Platz, nur eine Viertelstunde hinter dem Führenden. 10 Kilometer bleiben dir noch um aufzuholen!
... du frühmorgens aufwachst, aus dem Bett springst, und dich auf dein 6-Uhr-Lauftraining freust.
... du nie mehr Pyjamas kaufst, weil du nachts deine Finisher-T-Shirts trägst.
... dich deine Freundin/dein Freund frühmorgens weckt mit den Worten: Steh auf und beweg deinen A.... - und du weisst, sie/er macht es aus Liebe.
... du um 8 Uhr zur Geologie-Schulstunde gehst, und dort die vom Morgentraining herrührenden Salzkristalle an deiner Brille in deinem Vortrag über Ablagerungsmaterial benützst. [Dies ist nicht frei erfunden!]
... du trotz eines Gewitters zwei Stunden laufen gehst, und es richtig geniesst, nass und dreckig zu werden, und durch die Bäche zu laufen, die einst Fusswege waren.
... du im Sommer bei einsetzendem Regen jubilierst und spontan deinen Trainingslauf verlängerst.
... du beim Wort "Asphalt" an ein notwendiges Übel denkst, welches die angenehmen Naturwege verbindet.
... mehr Dreck an deinen Laufschuhen klebt, als in deinem Garten liegt.
... du deine Laufschuhe nummerierst, um die alten von den neuen zu unterscheiden; dreckig sind sie nämlich alle.
... du dich wunderst, weshalb Laufsocken nicht bereits braun produziert werden.
... sich deine Frau/dein Mann keine Sorgen um dich zu machen braucht, wenn es zwei Stunden her ist, seit du das Haus zum Joggen verliessest.
... du denkst, ein Marathon sei einfacher als ein Halbmarathon, weil du da nicht so schnell loszulaufen brauchst.
... dir selbst nach dem 15. Marathon erneut Tränen der Freude für die belohnte Schinderei über die Wangen kullern.
... du ein Fahrzeug mit automatischer Schaltung mietest, um zu einem Marathon zu fahren; denn sowohl du als auch dein Kollege besitzen Autos mit Gangschaltung, aber keiner von euch wird in der Lage sein, damit zurückzufahren.
... du schliesslich doch mit deinem eigenen Auto nach Hause fährst, deine Sehne im linken Knie danach aber stark schmerzt.
... eine junge Läuferin vor dir bei der Verpflegungsstelle bei einem Marathon nicht nur ihre mitgeführte Trinkflasche wechselt, sondern auch gleich noch ihr T-Shirt und ihren BH, und du nichts weiter tust, als einen letzten Schluck zu nehmen, einen Blick auf deine Uhr zu werfen und deinem Betreuer zuzurufen: Ich muss mich beeilen, wenn ich meine Bestzeit noch unterbieten will!
... du während eines Marathons eine Läuferin triffst, und das einzige worüber ihr sprecht, ist: Welche Farbe hat dein Urin? Kannst du genug Flüssigkeit zu dir nehmen?
... du es als natürlich empfindest, dein "Geschäft" im Wald hinter einem Baum zu verrichten.
... du nach einem Baum Ausschau hältst, wenn die Warteschlange bei einer Toilette zu lange ist.
... du anstatt bei der Herren-Toilette anzustehen die freie Damen-Toilette benützst.
... du nach einem Marathon eine Treppe runter gehst - ähm ... rückwärts - und alle lachen.
... die Anzahl deiner Zehen nicht mit der Anzahl deiner Zehennägel übereinstimmt.
... dein Pedicure-Set eine Zange beinhaltet.
... deine Füsse ohne Zehennägel besser aussehen.
... du immer mindestens einen schwarzen Zehennagel hast.
... du deine Zehennägel nicht anzumalen brauchst; sie haben sowieso schon unterschiedliche Farben.
... dir keiner mehr glaubt, wenn du "nie wieder" sagst.
... dich dein Kollege, ein Kurzstreckenläufer, schief anschaut, wenn du ihm erzählst, dass 4 Minuten pro Kilometer ein sehr schnelles Tempo für einen Marathon sei.
... dich Leute dafür loben, dass du fähig seist, 10 Kilometer am Stück zu laufen, und du dich dadurch beleidigt fühlst.
... du an einem 10-Kilometer-Lauf teilnimmst, um deine Grundschnelligkeit zu verbessern.
... du bei einem 5-Kilometer-Lauf im Ziel aus Gewohnheit den Zwischenzeit-Knopf deiner Stoppuhr drückst.
... du bei einem 5-Kilometer-Lauf noch eine zweite Runde anhängst, um dein Tun wenigstens halbwegs als Training bezeichnen zu können.
... du an einem Kurzdistanz-Triathlon teilnimmst, und deine Laufzeit langsamer ist als in den Jahren, als du auf Triathlon spezialisiert warst.
... die Kollegen am Arbeitsplatz dich für viel besser in Form halten als du dich selber.
... du auch tatsächlich viel fitter bist, als du selber glaubst.
... du Arbeit als Pause zwischen den Läufen betrachtest.
... dich deine Arbeitskollegen nicht fragen, wo du den nächsten Urlaub verbringst, sondern welches der nächste Marathon ist, an dem du teilnimmst.
... dich deine Arbeitskollegen nicht fragen, ob du am Wochenende laufen gehst, sondern wo und wie weit.
... du dir ernsthaft überlegst, deine Staatsbürgerschaft aufzugeben, um bei den Olympischen Spielen im Marathon für Tonga, Jemen oder Lesotho starten zu können..
... du ein Foto für deine Bewerbung brauchst und du nur Lauffotos besitzt.
... du deine Laufausrüstung bereits bei der Arbeit trägst, um danach sofort bereit fürs Training zu sein.
... du den Arbeitsplatz jeweils frühzeitig verlässt, um laufen zu gehen.
... du deinem neuen Arbeitskollegen gratulierst, dass er gerade in deiner Firma angefangen hat, und du ihm rätst, gaaaanz langsam anzufangen.
... du beim Anstellen in der Werkskantine Dehnungsübungen durchführst.
... du dreimal täglich Spaghetti isst.
... sie dich in diese "All you can eat" - Spaghetti-Läden nicht mehr hineinlassen.
... du beim Mittagessen aus einer Wasserflasche trinkst.
... du dich ohne deine Wasserflasche verloren fühlst.
... deine Hunde aus Wasserflaschen trinken können.
... du den Schimmel in deinen Trinkflaschen als zusätzliche Elektrolyte betrachtest.
... du mehr Trinkflaschen besitzt, als Imelda Marcos Schuhe.
... du eine Laufschuhsammlung besitzst, die Imelda Marcos eifersüchtig machen würde.
... du auch deine italienischen Designerschuhe mit einem Doppelknoten bindest.
... deine Schuhe pro Jahr mehr Kilometer drauf bekommen als dein Auto.
... du dir auf der Autobahn beim Anblick der Distanzangaben überlegst, wie lange du für diese Strecken zu Fuss bräuchtest.
... du nie zurückblickst (und deswegen bei der Führerscheinprüfung durchfällst).
... du deine ganzen Ferientage aufbrauchst, um an Läufen teilzunehmen.
... deine Wochenenden für die nächsten fünf Jahre schon verplant sind.
... du deine Hochzeit verschiebst, weil sie nicht in deinen Trainingsplan passt.
... deine Eltern vom Spaziergang zurückkommen und du sie über die Strecke, Zeit und Puls ausfragst.
... dein Durschnittstempo beim Schaufensterbummel mit Familie deutlich über dem Tempo von Walkinggruppen liegt.
... du beim Einkaufsbummel in der Fussgängerzone vollkommen entnervt nach einer Nebenstrasse suchst um endlich voran zu kommen.
... du deine Familienausflüge rund um Laufveranstaltungen planst, und umgekehrt.
... du einen See nur noch danach beurteilt, ob man gut herumlaufen kann.
... du die Wahl deines nächsten Ferienortes davon abhängig machst, wo ein schöner Lauf stattfindet.
... du im Urlaub deine Familie aus der 20 Kilometer entfernt gelegenen Stadt anrufst, weil du in der mittlerweile eingebrochenen Dunkelheit den Weg zurück nicht mehr findest.
... du mit deiner Familie einen Nationalpark besuchst, entdeckst, dass zwischen eurem momentanen Standort und dem nächsten Ort, den ihr besuchen wollt, zwar 75 Kilometer mit dem Auto, aber nur 20 Kilometer zu Fuss liegen, und denkst: Hmmm...
... du beim Einschlafen statt Schafen Läufer zählst.
... dich deine Kollegen nur in kurzen Hosen erkennen.
... du ebenso viele Ausdrücke kennst für "Laufen" wie Eskimos für "Schnee".
... wichtige Arbeiten im Haushalt nur in Erholungswochen erledigt werden.
... du ein Waschmittel-Experte wirst, damit du dein Liebling-Shirt so schonend wie möglich waschen kannst.
... du dein Lauf-Shirt nach dem Kriterium auswählst, wieviel Glück es dir bisher gebracht hat.
... du dir einen ganzen Marathon im TV ansehen kannst ohne dich zu langweilen.
... du die lustigen Namen all dieser Kenianer aussprechen kannst.
... du ohne verlegen zu werden das Wort "Fartlek" aussprechen kannst.
... du dein ganzes Gehalt für Laufbekleidung, Elektrolytgetränke, Energieriegel und Startgelder ausgibst.
... es dich erregt, wenn du hörst, dass Gatorade eine neue Geschmacksrichtung auf den Markt bringt.
... du auswendig weisst, welcher Energieriegel wieviele Proteine enthält.
... du dich an sämtliche Zeiten all deiner Rennen erinnern kannst, den Hochzeitstag aber jedes Jahr vergisst.
... deine Uhr teurer und komplizierter ist als dein Auto.
... du dich ohne Stoppuhr nackt fühlst.
... du deine Kinder davor warnst, mit den Leistungen ihrer Mutter/ihres Vaters zu prahlen: Du möchtest doch nicht, dass die anderen Kinder denken, Mama/Papa sei verrückt, oder?
... deine 4-jährige Tochter nach einem Kinder-Rennen behauptet, sie sei einen Marathon gelaufen.
... dein jüngstes Kind drei Stunden lang im Baby-Jogger angeschnallt bleibt.
... deine Kinder ihre Schulkameraden darüber aufklären, wieviel Gramm Fett die soeben gegessenen Süssigkeiten beinhalten.
... sich deine Kinder mit Energieriegeln und Trinkflaschen ausrüsten, wenn du einen Familienspaziergang ankündest.
... deine Kinder ein Lieblings-Elektrolytgetränk und einen Lieblings-Energieriegel haben.
... deine Kinder ihre Entscheidung, ob sie bei deinem nächsten Marathonlauf dabei sein wollen, davon abhängig machen, welche Sportlernahrung bei den Verpflegungsstellen zur Verfügung steht.
... dein 6-jähriger Sohn den Unterschied zwischen einem 10-Kilometer-Lauf und einem 10-Meilen-Lauf kennt.
... deine Familie - sobald du einen spannenden Familienausflug ankündigst - fragt: Wo ist das Rennen?
... du dir einen Computer mit Internetanschluss zulegst, nur um die Resultate von Läufen sofort anschauen zu können.
... du Internetseiten über's Laufen machst.
... du diese Seite liest und dich wunderst, warum das komisch sein soll.


Man erkennt, dass du KEIN(e) Langstreckenläufer(in) bist, wenn...
... du mit den Schnellsten losläufst, und danach von allen überholt wirst.
... du dich während eines 5-Kilometer-Rennens verpflegst.
... du dich beklagst, bergauf laufen schmerze.
... du dich auf dem Laufband für die Kalorien-Anzeige interessierst.
... du Durchhalte-Parolen an deinen Kühlschrank heftest.
... du Laufen für Lifestyle hältst.
... du die neueste Laufmode trägst.
... du jemanden ernsthaft fragst, welche Laufhose er bevorzuge.
... du dir überlegst, eines dieser dämlichen Nasenpflastern zu tragen.
... du im Ziel feststellst, dass dein Haarfärbemittel zwar wasser- aber nicht schweissfest ist.
... für dich Golf spielen eine Alternative zum Cross-Training ist.
... du im Ziel eines 5-Kilometer-Laufes Leute angrölst und umarmst, die du nicht einmal kennst.


Man erkennt, dass du ein(e) Langstreckenläufer(in) bist, wenn...
... du einen sonderbaren Laufstil hast.
... du Hunde angreifst, welche dir nachlaufen.
... du bei Laufschuhen das Damenmodell trotz rosa oder pink kaufst, weil es besser passt.
... dir zu jeder Marathonzeit auf Anhieb der Kilometerschnitt einfällt.
... du jede Halbmarathon-Zeit auswendig weisst, die du je liefst.
... dir der Name Emil Zatopek etwas sagt.
... du dich nicht um den Läufer hinter dir kümmerst, welcher sich darüber beklagt, wie du deine Ellenbogen in der letzten Kurve unfair eingesetzt hast.
... du nicht verstehen kannst, dass es deinen Kollegen egal ist, dass sie ihre angestrebte Endzeit deutlich verpasst haben.
... du dich dagegen wehrst, im Ziel von fremden Läufern abgeknutscht zu werden.


Zahlreiche Autoren haben zu dieser Auflistung beigetragen. Teile dieser Läufer-Charakterisierung stammen von den unten stehenden Quellen. Weitere Ergänzungen werden gerne per E-Mail entgegengenommen.

- Gerald Gruber: Und du weißt du bist ein Läufer wenn...
- Mike Logan, Bruce Manclark and Cory Eberhart: What's a sure way of telling if I'm a real runner or not?
- Kevin Sayers: You Know You're an Ultra Runner If...
- Kevin Sayers: You Know You're an Ultra Parent If...